Die letzte Oper

Radames - Harakiri: Zwei Musiktheaterstücke von Peter Eötvös

Eine Koproduktion von Berliner Kammeroper und Konzerthaus Berlin

Premiere: 3.3.2012, Berliner Kammeroper im Konzerthaus Berlin

weitere Vorstellungen: 4.3. | 6.3. | 7.3. | 8.3. | 28.4.12

ML: Philip Mayers, B+K: Mathias Rümmler, D: Katharina Tarján
Mit: Annette Schönmüller, Tim Severloh, David Schroeder, Nicholas Isherwood
Orchester der Berliner Kammeroper



"Mein ganzes Leben ist eigentlich eine einzige Liebe zum Theater!" - so begründet Peter Eötvös (*1944) die Leidenschaft für seine ganz eigene, immer wieder aufregende Suche nach neuen musikalisch-theatralen Möglichkeiten. Als einer der renommiertesten Dirigenten und Komponisten Neuer Musik ist er zugleich ein scharfer Kritiker des gegenwärtigen Musikbetriebs.

Der Eötvös-Doppelabend "Die letzte Oper", der die Kammeroper "Radames" (1975/1997) mit der theatralen Aktion "Harakiri" (1974) verbindet, ist eine Groteske über die Zukunft der Oper, die trotz ihres geistreichen und spielerischen Humors wie eine düstere Vorahnung, wie ein Alptraum von einer nicht allzu fernen Zukunft wirkt. Ein Blick hinter die Kulissen, der finstere Wahrheiten enthüllt: Bei einer Opernprobe des "Sterbeduetts" von Aida und Radames muss ein Countertenor, der aufgrund von Einsparungen im Etat als einziges Ensemblemitglied übrig geblieben ist, sowohl die Rolle der Aida in Falsettlage als auch die des Radames in Tenorlage singen. Begleitet wird er von den drei Musikern, die sich das halbtot gesparte Theater gerade noch leisten kann. Der Dirigent, der von seinem Gehalt nicht mehr leben kann, betreibt in den Probenpausen das Theatercafé. Auf der Regie-Ebene scheint weniger gespart worden zu sein. Immerhin drei Regisseure sind übriggeblieben, die mit dem Sänger so lange proben, bis dieser unter dem Druck zusammenbricht. Radames' Tod wird zum künstlerischen "Höhepunkt" - jedoch stirbt mit Radames auch gleich der gesamte Opernbetrieb. Mit der darauffolgenden theatralen Aktion "Harakiri" schließlich wird die Geschichte nachhaltig und unwiderruflich zu Ende erzählt...

Seien Sie dabei, wenn "Die letzte Oper" gespielt wird! Erleben Sie eine grandios-katastrophale Farce über die Selbstzerstörung des Opernbetriebs in der "Opernhauptstadt" Berlin! Und lassen Sie sich von der Wiederauferstehung dieser wunderbaren musikalischen Gattung "verzaubern"...
Eine Kooperation der Berliner Kammeroper mit dem Konzerthaus Berlin Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds Präsentiert von Kulturradio