Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck

ML: GMD Michael Helmrath, I: Kay Kuntze, B: Sandra Linde, K: Ute Noack
Premiere: 28. Oktober 2005, Brandenburger Theater

Fotos


Hänsel und Gretel
...Optisch wie musikalisch war diese Inszenierung eine wahre Freude. Mit anrührender Innigkeit gestalteten alle Solisten ihre Partien (...) Wie sie mit einem überdimensionalen durch die Szene sausenden Besen ihren furiosen Hexenritt absolvierte, riss das Publikum förmlich von den Stühlen. Großen Anteil an der märchenhaften Atmosphäre an der Seite der Solisten hatten die jüngsten Sängerinnen, die sowohl Lebkuchenkinder als auch Waldgeister verkörperten. Das Publikum ließ sich gern in die Märchenwelt entführen und sparte nicht mit Beifall. Kay Kuntze hat das Werk feinfühlig und phantasiereich auf die Bühne gebracht.
ORPHEUS, Jan/Feb 2006
 
Gefährliches Schlemmerparadies
Lecker wie ein Sahnehäubchen auf Fruchtpudding sieht sie aus, die Hexe in Kay Kuntzes Inszenierung (…) Am Freitag war umjubelte Premiere im Brandenburger Theater. Wie eine verliebte Maikatze umgarnt die appetitliche Hexe die naiven Kinder. Hänsel und Gretel, wunderbar rotzlöffelig und zickig-kokett dargeboten, können ihrem Locken nich widerstehen (...) Modern, aber nicht avantgardistisch, opulent und farbenfroh: Die Brandenburger Inszenierung steckt voller Kontraste. Verstaubten Märchenplüsch und Engelkitsch gibt es nicht. Doch die Wirkung ist stimmig: Gestaltet das Bühnenbild den Wald ganz nüchtern mit mobilen, grünen Stoffbahnen, so belebt Kay Kuntze ihn mit einer Schar von ständig umherwuselnden Waldgeistern (...) Und immer dann,wenn wenn Humperdincks Musik anrührend schlicht wirkt (...) erfreut ein traumhaft schönes Bühnenbild Herz und Sinne.
MÄRKISCHE ALLGEMEINE ZEITUNG, 1.11.2005
 
Kinder schaut das Wunder an -"Hänsel und Gretel" am Brandenburger Theater
(...) Bei der Premiere (...) haben Kinder und Erwachsene das musikalische Geschehen geradezu in sich aufgesaugt. Sie ließen sich verzaubern von den fantasievoll märchenhaften Bildern, die Regisseur Kay Kuntze, die Bühnenbildnerin Sandra Linde und die Kostümbildnerin Ute Noack schufen (...) Der Theaterverbund ermöglicht Gastspiele. Und die Potsdamer Theaterbesucher können sich auf eine sehr poesievolle Märchenoperninszenierung freuen (...) Mit hinreißender musikalischer und darstellerischer Ausstrahlung bewegen sich vor allem Hänsel und Gretel auf der Bühne (...) Es macht auch deswegen Spaß, beide zu erleben, weil sie sich nicht verkrampft der Kinderrollen annehmen, sondern mt herzhafter Natürlichkeit (...) Der Beifall für diese stimmungsvoll-köstliche Inszenierung war riesengroß.
POTSDAMER NEUESTE NACHRICHTEN, 1.11.05
 
Brandenburger Theater "Hänsel und Gretel"
(...) Kinderoper oder nicht? (...) - Das Brandenburger Theater wendet sich ausdrücklich auch an das junge Publikum: Schon dem Programmheft liegt eine Karte bei, auf der die Kinder notieren sollen, wie viele Waldgeister in der Oper vorkommen (...) Trotz der für jüngere Zuschauer eher ungeeigneten Anfangszeit 19:30 waren doch viele Kinder anwesend, die sehr konzentriert waren und dem Geschehen aufmerksam folgten (...) Besonders geeignet für Kinderaugen waren v.a. die Bühnenbilder, darunter eine Wolkenlandschaft, aber insbesondere das Hexenhaus, hier eine riesige vierstöckige Torte. Das Sahnehäubchen darauf war gleichzeitig der Kopfputz der Hexe. Ihren Hexenritt vollführte sie auf einem Riesenbesen, der qualmend und stinkend durchs Parkett raste. Die Inszenierung ist immer dann besonders eindrucksvoll, wenn Kuntze originelle Bilder findet, etwa in der Traumszene des 2. Aktes, wenn Hänsel und Gretel im Wald übernachten und ihre Erlebnisse des zurückliegenden Tages verarbeiten. Die kaputte Milchkanne ist wieder ganz, und Hänsel bekommt den Ball zurück, den ihm andere Kinder weggenommen haben. Schließlich werden sie von ihren Eltern mit Wolken zugedeckt. Das ist geradezu naiv-rührend (...) Diese Produktion ist insgesamt durchaus gelungen, vor allem aber geeignet für ein junges wie altes Zielpublikum gleichermaßen.
KULTURRADIO, 29.10.05
 
Vom Wunder der wahren Wandlung
(…) Regisseur Kay Kuntze nimmt reale und fiktive Bedrohungen ernst, lässt Träume und Trost behutsam zu und umgeht die Gefahren des unangenehm Kitschigen souverän, ohne jedoch die märchenhaft-innigen Momente auszusparen (...) Poesievoller, anrührender und wahrhaftiger hat man dieses Werk noch nicht gesehen. Wann konnte man je eine so fröhliche, dann wieder zu Tode erschrockene Gretel, wann einen so enttäuschten, weil ausgegrenzten Hänsel erleben? Mit der zunehmenden Erkenntnis, dass die Spaßgesellschft auch nicht immer lustig ist und "Geiz ist geil" als Lebensmotto auf die Dauer armselig macht, gewinnt die neue Märchenhaftigkeit auf allen Kulurfeldern zusätzlich an Konjunktur: Gut so! (...) Es fällt nicht schwer, dieser Inszenierung einen großen Erfolg vorherzusagen: Karten schnellstens reservieren. Eine Opernkarte bietet alles: großen Schauwert, hohen Unterhaltungswert, einen emotionalen Mehrwert, ist ihr Geld wert und ist durch kein anderes Geschenk zu ersetzen. Wir fordern: ZUGABE!
BRANDENBURGER WOCHENBLATT, 30.10.05
 
Presse zur Rheinsberger HÄNSEL UND GRETEL - Inszenierung