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My Fair Lady
Musical von Frederick Loewe und Alan Jay Lerner nach Bernard Shaws "Pygmalion" ML: Christian Möbius, I: Kay Kuntze, B: Gundula Martin, K: Helga Leue, C: Michael Apel Fotos |
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Die "Lady" grünt wieder - und wie!
DER MÄRKISCHE BOTE, 15. März 2003
Es wurde rasend gefeiert, dieses Ensemble, und dieser sympathisch-naiv gegebenen Eliza Doolittle schlugen Jubelstürme entgegen. Das ist durchaus ungewöhnlich für das eher verhaltene Cottbuser Temperament. Der Jubel war angemessener Lohn für eine Inszenierung voller Witz und Professionalität, die sich nicht auf den "Selbstläufer" verlassen hat, der ein Werk wie diese bald 50jährige "Fair Lady" von Lerner / Loewe durchaus sein könnte. (...) Kay Kuntze, künstlerischer Leiter der Berliner Kammeroper (Regie), und Christian Möbius in der Musikalischen Leitung haben es geschafft, die leicht angegraute "Lady" topfrisch zu präsentieren. Sorgsam führen sie den Musik- und Handlungsfaden, ergänzen ihn um köstliche Spiel-Einfälle. Da wird die "feine Gesellschaft" in der Pause im Foyer von den Bühnenfiguren mitten unterm Publikum weitergespielt, beim Rennen zu Ascot werden klingelnde Löffel auf Kaffee-Untertassen zur Chorbegleitung, und wenn Eliza von ihrem "Zimmerchen irjendwo..." träumt, schwebt sie auf rotem Plüschsofa durch den Bühnenraum - um freilich bald hart auf Bühnenbrettern zu landen. |
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Es grient und grünt - eine attraktive "My Fair Lady" Interpretation
In Kay Kuntzes Inszenierung des Klassikers kommt Eliza burschikos wie selbstbewusst daher.
In dieser Cottbusser Fassung verliert Eliza Doolittle den emanzipatorischen Zug nie völlig,
bis er in der Szene bei Higgins Mutter wieder ganz groß raus kommt. Barbara Hütten als Mrs.
Higgins zeigt nicht nur eine faszinierende Frau, die Eliza zu solchen Höheflügen inspiriert,
sondern auch eine schauspielerische Glanzleistung. (...) Kuntze kann die souveräne
Darstellungskraft und die sympathische Ausstrahlung seiner Protagonisten nutzen, erfindet
viele interessante Spielvarianten und Details hinzu. (...) Ähnlich Positives ist über das
Bühnenbild von Gundula Martin zu sagen. (...) stimmungsvolle Bilder,deren unkomplizierte und
schnelle Verwandlungsmöglichkeiten gut in die lebendige, sehr detailreiche Inszenierung
integriert wurden. (...) So wie Higgins gibt auch das Team um Kay Kuntze sein Bestes und zeigt
so, was das Stück auszeichnet: eine sich emanzipierende Frau mit Verstand und Herz. Im
ausverkauften Staatstheater gab es tosenden Premierenapplaus.
SÄCHSISCHE ZEITUNG, 10.März 2003
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Wundascheen - was sonst
"Ist das nicht wunderschön" können zu Recht die Premierenbesucher der neuen
"My Fair Lady"- Inszenierung am Staatstheater Cottbus behaupten, die am vergangenen
Sonnabend heftig bejubelt wurde. Regisseur Kay Kuntze lässt die Darsteller gar nicht
in Ruhe, verliert nicht den Faden oder Schwung und der Spaß auf der Bühne überträgt
sich in den Saal. In dieser Inzenierung bekommen die Zuschauer die Künstler hautnah,
denn in der Pause findet der alljährliche Botschafter-Ball im Foyer des Theaters statt.
Die Darsteller zeigen fast spontan die kleinen Spielszenen, Zoltan Karpathy schleicht
begrüßend umher und getanzt wird natürlich auch! (...)
Elizas erster Auftritt in Hosen räumt mit Klischeebildern erst einmal auf. Willi Welp
zeigt einen souveränen, sehr überzeugenden, agilen Gelehrten. An allen seinen Hochs und
Tiefs lässt er sein Publikum teilhaben. Und wenn sie schon immer wissen wollten, ob
Higgins ein Nackt-Schläfer ist, wird es in Cottbus beantwortet. (...) Hardy Brachmann,
als liebestoller, in Briefen versunkener Freddy, setzt mit seinem Straßenlied einen
wunderbaren Glanzpunkt (...) Nicht vergessen sollen die beiden namenlosen Waschweiber
sein, die eine so starke Szene hinlegen, dass man vor Lachen fast am Boden liegt.
MUSICAL, April 2003
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