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Die seidene Leiter
Farca giocosa von Gioacchino Rossini ML: Brynmor Jones, I: Kay Kuntze, B: Tina Kitzing, K: Andrea Hoppen Fotos |
Die Kunst der Farce
Kay Kuntze versteht aus diesem "petit rien" zündende theatralische Funken zu schlagen.
Mit souveränem handwerklichem Können und frischer Erfindungsgabe bringt er die Farce auf
Touren. Dazu muß er nicht "Gags" an das Stück herantragen, vielmehr
entwickelt sich alle Komik aus der Musik und aus den handelnden Charakteren. (...)
Hinter der Karikatur bleibt der natürliche Grundcharakter der Figuren immer erhalten und
noch in der Klamotte ist das Spiel präzise. Wenn die mannstolle Cousine Lucilla (Marta Rozsa)
dem selbstgefälligen Herzensbrecher Blansac (Hans Gröning) in Umkehrung des traditionellen
Rollenspiels an die Wäsche geht, kennt das Vergnügen des Publikums kein Halten mehr. Doch
auch für die schmachtenden Liebesgesänge Giulias (Mariola Mainka) und Dorvils
(James Frost) findet die Regie feine
ironische Kontrapunkte.
KLASSIK HEUTE, September 2000
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Rossini hätte sich in diesem Sommer über DIE SEIDENE LEITER der Berliner Kammeroper mehr gefreut
als über manch anderes Angebot in seinem Namen. Diese hier machte Spaß und ging in die
Füße, und die zu Beginn mit Skepsis beäugte deutsche Fassung der Texte
erwies sich in den Kehlen der Beteiligten als beschwingt und Stück-fördernd.
Szenisch war die Produktion von Kay Kuntze in den futuristisch-kalligraphischen Bildern von Tina Kitzing
und den wirklich eleganten Jahrhundertwende/20er-Jahre-Kostümen von Andrea Hoppen
ein Augenschmaus. (...) Daran hatte nicht nur die schlüssige Regie (bei der man
endlich mal die verworrene Handlung begriff) ihren Anteil.... Rossini de luxe
ORPHEUS, Oktober 1999
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Die seidene Leiter
Der Regisseur Kay Kuntze und seine pfiffige Ausstatterin Tina Kitzing haben auf alles
Realistisch-Biedermeierliche verzichtet und aus der betulichen Komödie vom Mündel,
das sich den Hochzeitswünschen seines Vormundes listig widersetzt, eine musikalische
Revue im Stil der 30er Jahre gemacht. Ginger Rogers und Fred Astaire lassen grüßen...
Riesige Noten beherrschen die Bühne, sie dienen mal als Sitzgelegenheit, mal als Versteck,
oder auch als die titelgebende Leiter, allerdings nicht aus Seide, über die heftigst gefensterlt
wird. (...) Manchmal wird die Grenze zur Klamotte etwas überschritten, aber meist
balanciert die Regie geschickt auf dem schmalen Pfad einer ironischen Farce - Rossini als
absurdes Show-Theater. (...) Das Publikum ging begeistert mit und sparte nicht mit heftigem
Applaus.
SFB RADIO KULTUR, "Die Frühkritik", 27.7.2000
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Ein Notenschlüssel wird zur Liebesschaukel
Schwungvoll, kurzweilig und leichtfüßig kommt die Inszenierung von Kay Kuntze daher.
Treffsicher hat er sie in den turbulenten 30er Jahren angesiedelt (...) Alles in allem
eine Opern-Aufführung, die einfach Spaß macht.
BERLINER KURIER, 27.7.2000
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| Farca Giocosa Kay Kuntze hat das Gehetz der Liebespaare hinreißend inszeniert: da gibt es Backpfeifensalven im Quartett vor der Pause, Liebesattacken und Maskenspiele, Treppenwitze und Säuseltiraden. THEATERRUNDSCHAU, September 2000 |
Die seidene Leiter Ohne Leiter keine Liebe
Das Publikum war begeistert, der Beifall lang und die Bravorufe nicht zu überhören.
(...) Auch das zuerst doch eher spartanisch wirkende Bühnenbild - gestaltet aus
überdimensionalen Noten, die jedoch von den Akteuren eben als "seidene Leiter", Schaukel,
Stuhl oder sogar Gondel genutzt werden können, verfehlt nicht seine Wirkung.
Kann sich dadur doch das Publikum ganz auf das Spiel und den Gesang der Akteure konzentrieren,
ohne jedoch den Eindruck zu haben, daß irgendetwas fehlt. (...)
Eine gelungene Kombination von Opern und Volkstheater, die auf alle Fälle
einen guten Grund für einen Berlin-Besuch abgibt.
ORANIENBURGER GENERALANZEIGER, 28.7.2000
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