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Orpheus und Eurydike
von Christoph Willibald Gluck
ML: Peter Aderhold, I: Kay Kuntze, B+K: Matthias Schmidt
Premiere: 26.03.94, Volkstheater Rostock, Barocksaal
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"Orpheus und Eurydike": lasst sie weitersingen
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Zwei Besonderheiten künstlerischer Relevanz bestimmten zum Wochenende
den wahrhaft festlichen Premierenabend von Glucks "Orpheus und Eurydike" im
Barocksaal: Eine aktuelle und überzeugende Theaterregie (Kay Kuntze) und ein hervorragender
Orpheus (Christine Dammann). Kein einer Modernität abholder Theaterfreund sollte
sich dieses Kunsterlebnis entgehen lassen. Er wird sich manch konservativer Vorbehalte
entledigen müssen. (...) Das Auffällige in der Akzeptanz eines Opernenthusiasten:
Kein Dahinschwinden der Reize aus der Ferne, sondern unmittelbar erlebtes Dabeisein
in der tragischen Geschichte zweier Liebenden. (...) Die großen Chorszenen
wurden zum gleichfalls vorwärtstreibenden Moment der Handlung und hinterließen
einen nachhaltigen Eindruck. Trotz großer Mobilität des Chores wurde die
Balance zwischen Bewegungsregie und einer choreografischen Inszenierung mit Verdeutlichung
auf den menschlichen Gehalt des Mythos gehalten. (...) Ein Maßstab setzender
Premierenabend von eindrucksvoller Geschlossenheit.
NEUESTE NORDDEUTSCHE NACHRICHTEN, 28.3.1994
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Klare Musikbilder geradlinig erzählt
Einfache, klare Musikbilder und eine geradlinige Erzählweise entsprechen
diesem Anliegen, das der junge Regisseur Kay Kuntze kongenial umsetzt.
Er meistert mit seiner ersten Inszenierung in Rostock die räumliche
Herausforderung Barocksaal erstaunlich gut. Die unmittelbare Nähe/Enge
zum Publikum erfordert Präzision. Die wird durch alle Mitwirkenden hervorragend
bedient.
OSTSEE-ZEITUNG, 28.3.1994
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